Es war einmal...

...vor einer langen Zeit, in einem fernen Land. Da suchten fünf handballspielende Herren einen Ort des Bieres und des Gesangs, an dem sie sich nach der Leibesertüchtigung zu tiefgründiger Diskussion in gemütlichem Ambiente zusammenfinden konnten. Das größte Hindernis bei dieser Suche bestand darin, dass die entsprechenden Einrichtungen meist schon gegen 2200 ihre Pforten schlossen. Bei dem einen oder anderen schäumenden Getränk beschlossen die Fünf, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen und einen eben solchen Ort aus eigener Kraft zu erschaffen.

Es fand sich auch schnell ein schmuckes Lokal, dessen Besitzer, Arthur Lambersy, gewillt war, den Durstigen seinen Besitz zu übergeben. Dieser hatte das Jägerheim von den Eheleuten W. und B. Dunkel übernommen. Das Jägerheim hatte sich unter deren Vorbesitzer, dem Edelmann Horst von Mossakowsky, einen Ruf der Anrüchigkeit erworben. Schließlich öffnete er seine Pforten bis weit nach Mitternacht für Trinkfreudige und andere zwielichtige Gestalten.

Doch je näher der Tag der Verwirklichung ihres Plans rückte, desto mehr Zweifel plagten einige der Fünf angesichts ihrer eigenen Kühnheit. Kleiner und kleiner wurde der Kreis. Einzig ein Fernsehtechniker, Alfred "Goli" Fahrenberg soll er geheißen haben, hielt an der Idee fest und blickte der Zukunft tapfer entgegen. Am fünften Tag des Monats Februar im Jahre 1983 öffnete er die Tore des Jägerheim erneut.

Von überall her fanden sich Bürger und Bauern ein, um diesem Ereignis beizuwohnen. Seit diesem denkwürdigen Tag finden sich regelmäßig die verschiedensten Gäste im Jägerheim ein: Vereinigungen des Sports, des Gesangs, der Feuerwehr und zahlreiche andere Freunde des geselligen Beisammenseins. Dank vieler dieser Treuen verlief der Umbau anno 1994 eilig und ohne Zwischenfälle.

So sind wir gewiss, dass das Jägerheim seine Türen in der zukünftigen Zeit ebenso weit geöffnet hält und auch das Relikt aus den Anfangstagen – der Stiefel – noch lange allen „zwielichtigen Gestalten“ erhalten bleibt.